Arbeitsgemeinschaft Höllochforschung AGH

Die AGH wurde am 7. November 1949 durch Hans Schluchter, Bruno Baur [1] und Hugo Nünlist gegründet.

Ihre Geschichte ist eng verbunden mit jener des Höllochs, dem grössten Objekt ihres Arbeitsgebietes. Bereits Ende der 40er-Jahre begannen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sich auch mit den Löchern und Formationen auf der Oberfläche zu beschäftigen, einerseits weil viele Höhlen der Oberfläche mit dem Hölloch zusammenhängen müssen, aber auch weil die Befahrung der Haupthöhle im Sommer aus Witterungsgründen gefährlich bis unmöglich ist.

Marchsteine der Oberflächenforschung sind sicher die Entdeckung des Schwyzerschachts (1974), dessen Eingangsregion seit 1948 unter dem Namen Eisschacht bekannt war, des Igluschachts (1984) und deren Zusammenschluss zum Silberensystem (1991).

Die Hauptziele des Vereins sind die vollständige Erforschung der unter- und oberirdischen Karstlandschaft im Raum Starzlenbach - Bisistal - Rätschtal und die Förderung des Landschaftsschutzs im Forschungsgebiet. Die Erforschung beinhaltet neben Vermessen und Planzeichnen auch wissenschaftliche Arbeiten wie Wasserfärbungen, Hochwassermessungen (qualitativ und quantitativ), Wasseranalysen, Funkversuche und anderes mehr. Seit 1972 kümmert sich eine Gruppe von `Höhlenwächtern' um die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes. Vereinseigene und externe Weiterbildungskurse vermitteln den Mitgliedern die nötigen Kenntnisse für obige Aktivitäten aber auch für Sicherheit und Rettung in den Höhlen. Die vereinseigene Rettungsorganisation kann stolz sein auf ihren hohen Ausbildungsstand.

Die AGH zählt heute 144 Mitglieder (103 Aktiv-, 41 Freimitglieder, davon 7 Ehrenmitglieder, Stand 30.10.2011), von denen sich rund 70 mehr oder weniger aktiv an den Forschungsarbeiten und/oder Höhlenschutz beteiligen.

[1] Hier findest du eine detaillierte, icon persönliche Chronik unseres 1. Mitglieds Bruno Baur.